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Was man über Honig wissen sollte.

Honig wird von Bienen aus zuckerhaltigen Pflanzensäften produziert, die sie von den Pflanzen direkt (Blütennektar, Blütentracht) oder über auf Pflanzen lebenden Insekten (Honigtau) aufnehmen.

Jeder Honig kandiert früher oder später und unterschiedlich je nach Tracht, d.h. je nachdem, wo die Bienen gesammelt haben. Es handelt sich hierbei um einen natürlichen Vorgang. Die Tracht bestimmt zudem noch die Farbe und den Geschmack des Honigs. Somit kann Jahr für Jahr und von Volk zu Volk der Honig unterschiedlich ausfallen.

Beispiele:

Bezeichnung

Farbe

Körnung des
kandierten Honigs

Wann kandiert
der Honig?

Rapshonig

hell bis weiß

sehr fein

wenige Tage nach der Ernte

Blütenhonig

goldgelb

fest bis cremig

relativ schnell

Waldhonig

dunkel

sehr grob

nach vielen Monaten

Was macht den Honig aus?
Eine typische Honiganalyse zeigt 71,3% Frucht- (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose) plus 1,3% Rohrzucker, 5,8% Maltose und 1,6% Vielfachzucker. Die genaue Zusammensetzung ist von der Tracht abhängig. Es kommen noch etwa 2% sonstige Stoffe wie z.B. Mineralien, Vitamine, bestimmte organische Säuren, Pollen und Aromastoffe hinzu, sowie 18 % Wasser.

Überwiegend Traubenzucker enthaltende Honige (z.B. Raps) kandieren sehr schnell; überwiegend Fruchtzucker enthaltende Honige (z.B. Linde) kandieren langsam.

Was machen, wenn der Honig kandiert (fest geworden) ist?
Man kann den Honig durch Erwärmen verflüssigen, sollte dabei aber bedenken, dass durch das Kandieren der Honig nicht an Geschmack verliert, aber durch Erwärmen (max. 42°C) seine Zusatzstoffe zerstört werden können. Ab ca. 37 – 39 Grad Celsius werden die ersten Stoffe zerstört.

Warnung: Bei Honig handelt es sich um Rohkost. Kinder unter einem Jahr dürfen keinen unbehandelten Honig bekommen. Kinder im ersten Lebensjahr haben noch kein vollständig entwickeltes Abwehrsystem gegen bakterielle Infektionen. Auch produziert ein Säugling in seinem Magen noch nicht genug Säure, um Bakterien und Sporen abzutöten. Säuglingsbotulismus ist selten – aber gefährlich. Sobald Kleinkinder Rohkost wie Salat essen, kann ihnen auch Honig gereicht werden.

Wie lange hält sich Honig?
Honig darf nach der Norm des Deutschen Imkerbundes (DIB) bis zu 18% (lt. EU-Norm 20%) Wasser enthalten. Honig hält sich dann verschlossen und an einem nicht zu warmen Ort praktisch unbegrenzt, verliert jedoch nach 1 bis 2 Jahren die ersten Inhaltsstoffe. Nach der EU-Norm hat der Imker seit 2005 ein Haltbarkeitsdatum anzugeben.

Wie macht die Biene Honig?
Von dem aufgesaugten Nektar oder Honigtau verbraucht die Biene einen geringen Teil für ihre eigene Energieversorgung. Der größte Teil wird in der Honigblase in den Stock transportiert. Die heimkehrende Biene gibt den Inhalt ihrer Honigblase an eine im Stock arbeitende Biene (Stockbiene) weiter. Die Stockbiene gibt i.d.R. an eine andere Stockbiene den Saft wieder weiter. Dieser Vorgang kann sich mehrmals wiederholen. Dabei werden jedes Mal von den beteiligten Bienen Fermente und antibakterielle Stoffe dem Sammelgut beigemengt und der Wassergehalt reduziert. Wenn der gesammelte Nektar oder Honigtau dann in eine Wabenzelle gegeben wird, handelt es sich noch um “unreifen” Honig. Noch enthält der Honig zuviel Wasser. Die Bienen sorgen im Stock durch Flügelschlagen für eine Luftzirkulation, die Wasser aus dem Sammelgut verdunsten lässt. Wenn der Honig „reif“ ist, d.h. der Wassergehalt gering genug ist, wird die Wabenzelle mit einem Deckel aus Wachs verschlossen (gedeckelt), (Konservierung durch Wasserentzug).

Übrigens werden Pollen getrennt gesammelt (an den Hinterbeinen, „Höschen“) und getrennt vom Honig in Waben gelagert. Pollen werden von den Bienen als Eiweißnahrung für die Aufzucht der Bienen benötigt (“Bienenbrot”).

Ist die Biene fleißig ?
Für 1 kg Honig werden von den Sammelbienen 3 bis 5 Millionen Blüten bei 60.000 Ausflügen angeflogen. Dies ist die Lebensarbeit von ca. 350 bis 400 Bienen. Eine einzelne Biene müßte dafür etwa 7 mal um die Erde fliegen.
Konkret schafft sie rund 800 km in ihrem Leben.

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