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Das Surren der Bienen ist "naturgegeben"

URTEIL Klage gegen Bergheimer Imkerin abgewiesen - Richter: Nachbarn nicht beeinträchtigt

VON CORDULA ORPHAL

Siegburg/Troisdorf. Das Siegburger Amtsgericht hat die Klage gegen eine Bergheimer Bienenzüchterin abgewiesen. Ihr Nachbar in dem ländlich geprägten Troisdorfer Ortsteil fühlt sich von dem Lärm der Insekten extrem belästigt und wollte erreichen, dass die Frau die drei Bienenstöcke abschafft. In einer ersten Verhandlung hatte der Richter den Kläger darauf hingewiesen, dass er eine "wesentliche Beeinträchtigung" bislang nicht konkret vorgetragen habe. Deshalb wurde die Klage zunächst als "Versäumnisurteil" abgewiesen. Nachdem der Kläger Einspruch eingelegt und die Beeinträchtigung konkretisiert hatte, wurde das Verfahren mit einem Ortstermin fortgesetzt. In der Urteilsbegründung heißt es nun, dass eine wesentliche Beeinträchtigung objektiv nicht festzustellen sei. Zudem habe der Sachverständige nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass es auch nicht zu einem schwarmweisen An- und Abfliegen der Bienen der Beklagten kommen könne und auszuschließen sei, dass Obst im Garten des Klägers, von Bienen angebissen oder angestochen und dadurch Wespen angelockt würden. Etwaige durch die Bienen verursachten Geräusche gehörten "zu den naturgegebenen Auswirkungen der Bepflanzung des klägerischen Grundstücks mit Blütenpflanzen und Obstbäumen, die im Übrigen ohne die Bestäubung durch die Bienen auch keine Frucht tragen würden".
Der Kläger, der die Kosten des Rechtsstreits zu tragen hat, kann gegen das Urteil Berufung einlegen. (Aktenzeichen PM 8/16)

 

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